Schlauchmagen

Für wen ist der Schlauchmagen geeignet

Die Schlauchmagen-OP wird bei Patienten mit Adipositas ab Grad II (BMI ab 35) durchgeführt. Der Grund zur Operation ist immer die Prävention oder die Behandlung von Krankheiten, die im Zusammenhang mit Fettleibigkeit entstehen. Weiter bewirkt die Operation eine Verbesserung der Lebensqualität und nachweislich auch eine Lebensverlängerung.

Patienten, die sich der Adipositas-Behandlung mithilfe einer Schlauchmagen-OP unterziehen möchten, benötigen keine Empfehlung ihres praktischen Arztes. Sämtliche Untersuchungen erfolgen in der Klinik

 

Gewichtsreduktion mit dem Schlauchmagen

Der Vorteil des Schlauchmagens ist die schnellere Gewichtsabnahme in den ersten Monaten unmittelbar nach der OP. Die Gewichtsreduktion bei Patienten mit Schlauchmagen liegt im Durchschnitt bei 36,6 Kg im ersten Jahr nach der OP. Das konkrete Ergebnis ist individuell.

Ein weiterer Vorteil ist der widerstandsfähigere Magen gegen übermäßige Speisemengen als z.B. bei einem Magenband. Darum ist diese OP gerade für Patienten geeignet, die Tendenz zum schlagartigen, unkontrollierten Essen haben.

 

Ablauf der Operation

Das Prinzip der Schlauchmagen-OP ist die Entfernung der großen Magenkurvatur, wo die gastrointestinalen Hormone, die sog. ‚‚Hungerhormone’’ (vor allem Ghrelin) produziert werden. Der rohrförmige Restmagen hat ein Volumen von etwa 80 ml. Die Speisemenge, die auf einmal aufgenommen werden kann, ist viel kleiner als vor der OP und das Sättigungsgefühl tritt merkbar früher ein.

Die OP wird laparoskopisch und in Vollnarkose durchgeführt, wie auch bei anderen laparoskopischen Eingriffen. Die OP dauert etwa 90 bis 150 min. Am ersten Tag nach der OP ist es möglich am Bett entlang zu gehen, bei komplikationsfreiem Verlauf verlässt der Patient am 3. bis 4. Tag nach der OP die Klinik.

 

Diät nach der Operation

Unmittelbar nach der Operation beginnt der Patient mit der Diät. Er erhält von dem behandelnden Adipositas Chirurgen einen Ernährungsplan und wichtige Hinweise.

In der Regel darf der Klient in den ersten vier Wochen ausschließlich flüssige Nahrung zu sich nehmen, wie Brühe, Tee, Kaffee, ungesüßte Getränke ohne Kohlensäure, Frucht- und Gemüsesäfte, Joghurt usw.

Es darf jedoch nicht zu viel Flüssigkeit auf einmal konsumiert werden. Anstatt einer großen Portion sollte das Essen/Trinken auf mehrere kleine Portionen aufgeteilt werden.

Den genauen Ernährungsplan erhält der Patient in der Klinik.

 

Risiken und mögliche Komplikationen

Die häufigste Komplikation ist eine Wundblutung im Bereich des Magens und nicht weniger ernsthaft ist die Komplikation der undichten Nähte. In den ersten Monaten nach der OP kann es zu unangenehmem Sodbrennen kommen, das medikamentös behandelt werden muss. Der Eingriff kann nicht bei Patienten mit gastroösophagealer Refluxkrankheit oder Hiatushernie (Zwerchfellbruch) durchgeführt werden.


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