Ohrenkorrektur

Otoplastik


Eine Otoplastik zählt zu den Routineeingriffen eines jeden plastischen Chirurgen. Von abstehenden Ohren spricht man, wenn der Winkel zwischen Hinterkopf und Ohrmuschel mehr als 30 Grad beträgt. Eine fehlende Kerbe vor dem Gehörgang,oder eine zu geringe Krümmung des Ohrknorpels sind oftmals der Grund dieser eigenwilligen Fledermausohren. Bei Neugeborenen könnte dieses Problem schon sehr einfach mit einer angelegten Schiene behoben werden, ist dieses verpasst worden, sollte man den Eingriff mindestes bis zum 5. Lebensjahr in Angriff nehmen, da hier das Knorpelgewebe im Ohrenbereich noch weich und formbar ist. Auch um die Hänseleien im Einschulalter aus dem Wege zu gehen sollte man eine Ohrkorrektur noch vor Schulbeginn in Betracht ziehen. Abstehende Ohren bei Kindern stellen zwar kein gesundheitliches Risiko dar, werden aber häufig von den Krankenkassen übernommen. Doch auch bei Erwachsenen ist das anlegen der Ohren mit relativ geringem Aufwand möglich, hier ist jedoch eine Kostenübernahme in der Regel undenkbar. Zwei Wochen vor dem Eingriff sollte die Einnahme von azelysalizysäure-haltigen Schmerzmittel und Anzetysalizylsäure (Aspirin) abgesetzt werden, da es hier zu Nachblutungen kommen kann.
Der Eingriff:
Nach dem ausführlichem Vorgespräch mit dem plastischen Chirurgen beginnt der eigentliche Eingriff, der in örtlicher Betäubung ( bei Kleinkindern auch in oberflächlicher Vollnarkose ) vorgenommen wird. Nach dem Anzeichnen, Desinfektion und Einspritzen wird nun hinter dem Ohr ein Schnitt von ca. 1 cm Länge gemacht, und ein Teil des Ohrknorpels entfernt. Abzulehnen ist hier ein Eingriff, bei dem man nur ein spindelförmiges


 
 
 
 

Hautareal hinter dem Ohr ausschneidet,ohne Entfernung des Ohrknorpels (Otopexie), da sich das Ohr nach ein paar Monaten wieder zurückbildet. Der Ohrmuschelknochen wird nun mit selbstauflösbaren Nähten fixiert, und die Wunde mit normalem Nahtmaterial vernäht. Ein Verband ,der sich wie ein Stirnband um die Ohren legt, fixiert die Ohrmuschel und schützt vor ungewollten umklappen der Ohren. Der gesamte Eingriff dauert ca. eine Stunde.

 

Nach der OP. zu beachten:
Um keine Verletzungen beim Spielen und Balgen bei den frisch operierten Ohren zu erleiden, sollte man Kinder bis zu einer Woche nicht in den Kindergarten bzw. auf den Spielplatz schicken. Sollte Sie der Kopfverband und die neugierigen Blicke und Fragen Ihrer Kollegen nicht stören, können Sie Ihre Arbeit sofort wieder aufnehmen. Auf das Tragen von Helmen, Brillen und auf Sport und Saunagänge sollten Sie aber trotzdem verzichten. Der Verband muss 8 Tage getragen werden. Die Fäden werden am 10. Tag von Ihrem Hausarzt gezogen. Sollte es die Entfernung erlauben, wird dies auch ihr plastischer Chirurg erledigen. Danach können Sie wieder wie gewohnt Ihre Haare waschen. Da die Ohren noch bis zu zwei Monate nach dem Eingriff empfindlich auf Kälte, Umklappen und grobe Berührungen reagieren, sollte man sie in dieser Zeit vor allem Nachts mit einem Stirnband oder gewickeltem Tuch schützen. Erst nach dieser Zeit sind sie wieder so stabil wie vor der OP.

Risiken Komplikationen:
Bei diesem Eingriff treten höchst selten unerwünschte Operationsfolgen auf, wenn doch sind es Narkoserisiko bei einer ev. Vollnarkose, Nachblutungen, Wundheilungsstörungen, Blutergüsse und Entzündung.


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