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Haarverpflanzung

Warum Haarverpflanzung?
Die Haare sehen Männer wie Frauen als ein sehr kostbares Accessoire an, das man mit allen Mitteln erhalten will. Viele unserer oft jungen Patienten schildern uns immer wieder wie sie einen jahrelangen Kampf mit allen möglichen Wässerchen und Injektionen gegen den Haarausfall geführt haben. Letztendlich standen Sie immer wieder vor der Entscheidung mit einem radikalen Kahlschlag durch das Leben zu laufen oder sich für eine Haarverpflanzung zu entscheiden.

Wir haben das Glück in einer Zeit zu leben, in der das Problem Haarausfall besiegt werden kann.
Hellhaarige Menschen haben ca. 150 000 und dunkelhaarige Menschen ca. 100 000 Haare, die auf einer Kopfhautfläche von 800pcm verteilt sind. Eine ideale Dichte der Haare würde bei 60 – 100 Haare auf einen pcm ergeben. Sichtbar wird ein Haarausfall als erstes an den Geheimratsecken und am Hinterkopfwirbel, wenn dort 50% der normalen Haardichte ausgefallen ist.

Die erfolgreichste und dauerhafteste Methode ist das Umverteilen von gesunden Haarwurzeln auf die ausgefallenen Stellen.
Die Information " Haarwuchs" ist in jeder Haarwurzelzelle gespeichert, bei der Umverteilung nimmt die entnommene Haarzelle diese Information mit in das neue Empfängerareal und produziert auch dort wieder lebenslang Haare.
Man ist sogar soweit, dass man einen geteilten Haarwurzelstock im Spender und im Empfängerareal zum Wachsen bringen kann. Man spricht hier von einer Haarvermehrung. Die Überlebenschance der Haarinseln, der so genannten Grafts liegt hier bei ca. 99-100%.

Die erste Haarverpflanzung fand vor ca. 80 Jahren statt,
bis heute haben sich Technik und Methode grundlegend geändert.
Die Punchtechnik ist die älteste Methode. Dr. Okuda verpflanzte mit 4 mm Zylindern behaarte Hautteile., das Resultat ähnelte oft den Köpfen von Barbie Puppen. Heutzutage werden Mini (MMG) oder Micrograft (MG) in winzig kleinen Hautstücken mit 1-10 Haaren oder in follikularen Einheiten (FUI) mit 1-2 Haaren verpflanzt. Das Resultat einer guten Arbeit in FUE Technik wird nach einem Jahr nicht einmal einem Friseur auffallen.

Es gibt zwei grundlegende Entnahmearten:

1.durch einen elliptischen Streifen am Hinterkopf ( Streifenentnahme )
2.durch eine Einzelhaarentnahme mit einer ca. 0,7 mm dicken Hohlnadel ( FUE Entnahme )


Eine weiterentwickelte Methode der FUE ist die GHO Methode.
Hier werden die Haare ebenfalls mit einer Hohlnadel geerntet. Der Unterschied liegt darin, dass es hier mit einer patentierten Entnahmemethode möglich gemacht wird den Haarwurzelstock zu teilen. Damit produziert auch der verbleibende halbe Wurzelstock im Entnahmeareal wieder neue Haare. Mit diesem System werden die Haare nicht nur umverteilt, sondern auch noch vermehrt.

Im Empfängerareal können die Hautöffnungen mit verschiedenen Praktiken geöffnet werden:

1. durch schlitzen der Haut mit dem Skalpell ( Streifenentnahme )
2. durch Zylinderförmige Öffnungen ( 0,6mm) mit einer Hohlnadel ( FUE Entnahme )
3.durch Öffnungen mit dem Laser ( Gefahr der Verbrennung, dadurch schlechtem Anwuchs)  


Voraussetzung einer Haarverpflanzung:
Es darf kein Fall von krankheitsbedingtem Haarausfall vorliegen,
und es müssen noch ausreichend Spenderhaare vorhanden sein.


 
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